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Ken Jebsen: “Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler”

Posted by: Redaktion    Tags:  fritz, interview, iran, jebsen, ken, moderator, radio, rbb    Posted date:  January 7, 2012  |  2 Comments



Seine Hörer nennen ihn “bissig” und “ohne Gnade”, seine Gegner hingegen deklarierten ihn als “Radiodissidenten”. Ken Jebsen arbeitete die letzten zehn Jahre als Radiomoderator des RBB-Senders RadioFritz und produzierte für diesen die allsonntägliche Musiksendung KenFM. Mit seinen eingeschobenen Politbeiträgen brach er in letzter Zeit immer wieder gern die Rahmen politischer Korrektheit der etablierten Medien – und dies frecherweise auch noch im Öffentlich-Rechtlichen. Nach seiner turbulenten Trennung vom Rundfunk Berlin-Brandenburg und der damit verbundenen Medienaufmerksamkeit, sprach Iranicum mit Berlins sarkastischstem Radioreporter über den Iran, das deutsche Demokratie- und Politikverständnis und seinen Familienhintergund.

Herrn Jebsen, bisher kannte man Sie nur, wenn man als Berliner jeden Sonntag Radio Fritz einschaltete um Ihrer Sendung KenFM zu folgen. Nun sind Sie nach zehn Jahren RBB wegen eines unglücklichen Vorfalls auch einem bundesweiten Kreis bekannt geworden. Glück im Unglück oder unbedeutender Nebeneffekt?

Ich habe in den letzten 18 Jahren für diverse Presseorgane gearbeitet. Deutsche Welle TV , ARD, ZDF, Pro 7 und immer ARD-Radio. Es gab sowohl parallel als auch in Folge unterschiedliche Formate. Da war alles dabei. Klassischer Bericht, Reportage, Doku, Satire, Slapstick, Live . . . Es gab einige Auszeichnungen für meine „Art“ der Berichterstattung. Wie allerdings schon Kurt Tucholsky anmerkte, wirst du nirgends so massiv wahrgenommen, wie wenn du in den Klatschspalten auftauchst. Das reicht dann einmal um maximale Bekanntheit binnen Tagen zu erreichen. Wenn auch nur vorübergehend.

Das alles hat keinen Effekt auf meine eigentliche Arbeit. Warum nicht ? Weil ich für den Fritz-Hörer ja ohnehin mehr als nur 4 Stunden Sonntags zu hören war. Seit langer Zeit hat KenFm z.b. via Facebook und/oder Youtube-Profil die ganze Woche über Berichte zu aktuellen Themen angeboten. Unsere Klickzahlen sind dabei stetig gestiegen. Die rbb-Affäre hat uns ganz im Gegenteil enormen Zulauf beschert. Inhalte zählen, nicht der Rummel um meine Person. Die User sind nicht dumm.

Neben der Moderation Ihrer musikalischen Live-Einlagen, spielten Sie in Ihrer Sendung vorallem als satirisch-sarkastischer Polit-Entertainer eine große Rolle. Worin sehen Sie den Vorteil von Sarkasmus und Satire gegenüber angeblich journalistisch korrekten Formulierungen, wenn es um die Vermittlung von Politik geht?

Ich bin ein klassischer Hörfunk-Journalist, habe aber immer auch für Jugend TV-Sendungen gearbeitet. Die Betonung liegt dabei auf Jugend. Hier gilt vor allem: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Es ist völlig sinnlos Inhalte auch nur ansatzweise vermitteln zu wollen oder für sie zu begeistern, wenn man die “falsche” Sprache spricht. Satire kann und ist EIN Mittel um vor allem junge Menschen überhaupt erst mal für “schwere” Themen zu begeistern. KenFm ist nicht das ZDF.

Ich stehe seit Jahren als Dozent vor Schulklassen oder Studenten und weiss wie man vor allem Themen vermittelt die bis dato nie auf dem Zettel der Jugendlichen waren. Z.b „Ethik in den Medien“. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, mit einer Prise Humor kann man das Eis brechen. Im übrigen: Was sind ”journalistisch korrekte Formulierungen”? Ich denke wenn man dazu den Rundfunkrat des Bayrischen Rundfunks befragt wird man andere Antworten erhalten als bei Deutschlandfunk-Kultur oder Arte. Ich betrachte mich nicht nur als Reporter. Ich bin Meinungsmacher.

Es ist von Ihrer Seite aus bekannt geworden, dass Sie das Kind eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter sind – darüber würden wir gerne mehr erfahren. Welchen weiteren persönlichen Bezug haben Sie zum Iran und wie gut kennen Sie Land und Leute? Sprechen Sie eigentlich Farsi?

Ja, ich habe eine deutsche Mutter und einen iranischen Vater. Wir waren ein Stall voll Kinder zuhause und wurden zweisprachig erzogen. Als ich 6 Jahre alt war trennten sich meine Eltern allerdings und mein Vater ging nach Teheran zurück. Da wir aber über einen grossen iranischen Freundes- und Verwandtenkreis verfügten, riss der Kontakt zu dieser Kultur nie ab. Ich selber spreche kaum Farsi aber ich erkenne Iraner blind.

Ich habe mich dem Iran immer wieder und von den unterschiedlichsten Seiten genährt. Geschichtlich, kulturell, politisch. Da ich mich immer für Geo-und Außenpolitik interessiert habe und dazu sehr sehr viel lese bzw. die Nachrichten verfolge, komme ich gar nicht umhin den Iran immer wieder unter die Lupe zu nehmen. Gerade jetzt wo der „Krieg um Ressourcen“ von niemandem mehr geleugnet werden kann, wird der Iran im Fokus der Weltpolitik bleiben. Zbgniew Brzezinski bezeichnete das Land nicht umsonst schon vor Jahrzehnten als Brückenkopf.

Seit 2006 heisst es, es würde noch im selben Jahr ein Krieg gegen den Iran stattfinden. Derartige Prognosen von Starjournalisten wie Seymour Hersh sind aber bisher ins Leere verlaufen. Stattdessen holen die Iraner amerikanische High-Tech-Drohnen vom Himmel und tun so als ob es die Amerikaner und Israelis gar nicht gäbe. Warum sind Sie von einem möglichen Krieg überzeugter als es die Iraner selbst sind?

Ja es ist Richtig. Jeder der einen Prognose abgibt macht sich angreifbar. Nun gut, aber das hier was im „Bush“ ist weiß jeder der sich mit Außenpolitik beschäftigt. Das hat mit Hellsehertum wenig zu tun. Um auf den Kern Ihrer Frage zu kommen. Der Iran muss gar nicht „offiziell“ in einem Krieg angegriffen werden um mit “Truppen ” zu rechnen. Als die USA unlängst mit Spezialeinheiten hinter der iranischen Grenze operierten kam das nur raus, weil investigative Journalisten wie Seymour Hersh es aufgedeckt haben.

Der Iran war mehrfach oft das Opfer von Westmächten. 1953 ist wohl das bekannteste Beispiel. Das der Iran auf der  Agenda der USA stehen ist aus geopolitischer Sicht absolut nachvollziehbar. Der Iran ist nun mal ein Land, das über enorme Öl und Gasfelder verfügt. Darüber hinaus befindet der Iran sich in einer Region, die nach dem Zusammenbruch der UDSSR alles andere als Stabil ist. Diverse Staaten sowie der Iran selber werden von diesem Machtvakuum in der Region destabilisiert. Da die USA ein strategisches Interesse daran haben, dass dieser Landstrich zwar stabilisiert wird, sich aber auf gar keinen Fall neue Staatengebilde zusammenschliessen die den US-Interessen eigene Pläne entgegen setzten, kommen sie um eine Intervention, auf welcher Stufe auch immer, nicht herum. Warum ?

Weil der Iran in absehbarer Zeit nicht prowestlich arbeiten wird. Er hat schon heute mächtige Partner in der Region die in ihm einen Garant erkennen, dass vor allem Öl und Gas problemlos fördern kann – Undzwar in die eigene Richtung.
China , die ehemaligen GUS-Staaten, aber auch die Türkei verfolgen in der Region ganz eigene Ziele. Den USA läuft die Zeit davon. Sie müssen handeln und wie werden handeln um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Im Moment hat ein US-Gericht den Iran beschuldigt gemeinsam mit Al Qaida den 11.September geplant zu haben. Ein weiterer konstruierter Grund um Partner für den lange geplanten Krieg, für einen kollektiven Erstschlag zu bewegen.

Um bei der High-Tech-Drohne zu bleiben. Wie haben Sie eigentlich die Kaperung der US-Drohne aufgenommen?

Wie heisst es so schön : ” Das erste was in einem Krieg stirbt ist die Wahrheit “. Dem möchte ich widersprechen. Die Wahrheit stirbt schon vor dem Krieg. Nur deshalb gilt Krieg dann schnell als “alternativlos ”. Alles was wir auch aus dieser Region erfahren, erfahren wir über Massenmedien.

Jede Seite versucht diese Medien für sich zu manipulieren. Ich kann also nicht einmal sagen ob der Abschuss der Drohne überhaupt wahr ist oder ob er erfunden wurde. Ob es dem Iran tatsächlich gelungen ist die US-Drohne zu “hacken” oder ob die USA sie absichtlich in die Hände des Iran haben fallen lassen …. Es gibt so viele X in all diesen Berichten.Man darf nur nie vergessen für wen diese ganze Berichterstattung überhaupt gemacht wird. Für uns. Die Heimatfront. Ohne Greuelbilder für den heimischen Markt lässt sich ein Krieg nicht gewinnen. Das alles ist Teil der Propagandamaschine und die läuft permanent.

Und Obamas Bitte um die Rückgabe der Spionagedrohne?

Um es mal ironisch auszudrücken: Das Obama im Fall X die Drohne wiederhaben will kann ich nachvollziehen. Der amerikanische Steuerzahler hat eine Menge Geld für sie ausgeben müssen und “gebraucht” kann das Teil helfen den amerikanischen Staatshaushalt ein wenig aufzubessern – wenn man einen Käufer findet. Vielleicht Nord-Korea ?

In Ihrem letzten Beitrag über den Iran, sprechen Sie über einen beschlossenen Krieg gegen Tehran und der Dämonisierung eines ganzes Volkes. Wie erfahren Sie diese Dämonisierung in ihrem privaten und beruflichen Alltag?

Ich persönlich habe weder privat noch beruflich eine Dämonisierung des Iran erfahren.
Die Menschen hier interessieren sich mehr für den Nachfolger von “Wetten, dass . . . ?”.

Haben Sie schon mal erlebt, dass innerhalb der Öffentlich-Rechtlichen bezüglich des Thema Irans den hauseigenen Mitarbeitern irgendwelche Grenzen auferlegt wurden?

Ich habe Grenzen erlebt, ja , allerdings eher bei meinen Kollegen. Der sogenannte “Aircheck” ist ein Instrument um vor allem junge Kollegen auf Linie zu bringen. Man argumentiert dann z.B.: ” Das Thema, das du da angesprochen hast ist zu kompliziert , das verstehen die Hörer nicht” oder “Das ist zwar interessant, aber du warst über 3 Minuten ”. In meinen letzten Jahren beim Jugendradio war es allerdings eher so, dass Politik überhaupt kein Thema war, es ging mehr um Lady Gaga. Immer mehr Sender scheuen sich davor Position zu einem politisch brisanten Thema zu beziehen, es überhaupt zu behandeln.

Was man macht ist , in sogenannten “Talk-Radio-Strecken”, den Hörer zu Wort kommen zu lassen. Leider sind immer mehr Anrufer dann aber komplett ahnungslos, da der Sender die ”Intelligenten” durch sein Tagesprogramm längst verloren hat. Dieser Trend ist bundesweit zu beobachten und es fällt mir zunehmend schwerer hier kein Kalkül zu erkennen: Eine entpolitisierte Jugend, auf Konsum getrimmt. Mich selber hat man in den letzten Jahren nicht versucht in einen Aircheck zu bekommen. Man hat es immer mal angekündigt, aber es dann nie umgesetzt.

Wie bewerten Sie das deutsch-iranische Verhältnis und unser Bild von der Islamischen Republik? Wissen wir genug über den Iran? 

Das Verhältnis Iran-Deutschland ist komplex. Hier lange geschichtlich auszuholen ist müßig. Fakt ist, als der Schah noch an der Macht war, hat sich die BRD sowie die USA nicht über dieses Land beschwert. Mit der Revolution ’79 veränderte sich die Sicht auf den Iran. Dennoch ist der Iran im Grunde keine Thema in der BRD. Warum? Schon weil Iraner zahlenmässig deutlich hinter anderen Nationalitäten mit Migrationshintergrund rangieren. Wenn der Iran in unseren Medien auftaucht , dann vor allem über seine Außenpolitik bzw. das was uns die Medien über den Iran berichten. Es ist die Sicht von Westmedien auf den Iran – eine Außenansicht oder die Sicht von außenstehenden über das, was sich intern im Iran abspielt. Fragt man auf der Straße nach, was den Leuten spontan zum Iran einfällt, spulen sie ab, was sie in den Massenmedien vermittelt bekommen haben: Iran ist gefährlich, die bauen an einer Atombombe und der Präsident ist irre. Immer mehr Menschen geben bei Interviews aber auch zu verstehen, dass sie nicht wirklich Ahnung vom Ist-Zustand des Iran haben, da sie den eigenen Medien immer weniger trauen und Propaganda erkennen.

Die Menschen sind nicht so dumm wie viele es annehmen. Sie informieren sich auch über unkontrollierte Medien, wie das WWW, direkt. Eine erfreuliche Entwicklung.

Das hiesige demokratische Verständnis geht davon aus, dass Demokratien, in diesem Fall Wir, andere Staaten und dessen Oberhäupter nicht mit Samthandschuhen anfassen und respektieren müssten, wenn diese eine illegitime Herschaft über das eigene Volk ausüben. Daraus ergäbe sich, dass die von Ihnen erwähnte Dämoniserung viel eher als verantwortungsvolle Notwendigkeit, denn als Böswilligkeit wahrgenommen würde. Wie stehen Sie persönlich zu dieser theoretischen Handhabe ?

Der Westen ist mit seiner “Demokratie für alle”-Taktik extrem verlogen. Das hat zuletzt Gregor Gysi im Bundestag angesprochen. Die Demokratie-Karte wird immer dann gespielt wenn´s passt. Zum Beispiel bei Irak und Afghanistan, unlängst in Libyen oder immer wieder Iran. Aber warum nicht im Fall von Saudi Arabien oder Bahrain? Die Frage muss doch lauten: Wollen wir jeden Staat der nicht unserem Demokratieverständnis entspricht bombardieren? Wo soll das hinführen? Wir, der Westen, machen mit jedem Despoten Geschäfte wenn es sich für uns lohnt. Wir setzten dafür u.a. unsere „Tools“ IWF und Weltbank ein. Das Resultat ist immer das gleiche. Diese Entwicklunsländer werden ausgebeutet und versinken für alle Zeit in der Schuldenfalle.Verhungert im großen Stil wird sowieso. Wehrt sich ein Land, indem es bewusst auf Autonomie setzt, wird es unter konstruierten Gründen „dämonisiert“ und dann zum „Abschuß“ frei gegeben. Diese Politik ist verlogen, hat System, dient ausschließlich dem Westen und kann simpel durchschaut werden. Der Opposition in entsprechenden Regimen bringt das Null. Im Gegenteil.

Leider müssen in regelmäßigen Abständen vor allem Zivilisten für unsere Art zu intervenieren in großer Zahl sterben. Ich finde das primitiv und barbarisch und lehne diese Art der Politik komplett ab. Krieg als Mittel politischer Ziele durchzusetzen, sollte im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr haben. Man mag mich dafür naiv nennen, aber dann war Gandhi es auch : ”Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn der Frieden ist der Weg “.

Da Sie ja nach dem Ende von KenFM etwas mehr Zeit haben: Werden Sie sich jetzt öfters mit dem Thema Iran befassen? Irgendwelche Ankündigungen diesbezüglich, auf die sich Ihre Zuhörer schon jetzt freuen könnten?

Ich habe überhaupt nicht mehr Zeit, im Gegenteil. Bisher hatte ich eine 7-Tage-Woche. Ohne KenFm kann ich Sonntags endlich mal mit den Kindern im Wald spazieren gehen. Was ich sagen möchte, gerade für politisch interessierte Journalisten sind die Zeiten ja ”grandios“.

Da KenFM, was von vielen vergessen wird, ja vor allem eine Musiksendung für frische Bands war, habe ich auch auf diesem Gebiet wie immer viel zu tun. Was ich ankündigen kann ist soviel: KenFM wie wir es kennen, wird modifiziert wieder kommen. Im Netzt sowieso, aber bestimmt auch terrestrisch. Darüber hinaus arbeiten wir hier in der KenFM Redaktion an diversen Sendeformaten, die sowohl mehrfach die Woche live als auch als Vorproduktion angeboten werden sollen. Wir setzten hier bewusst auf Ton und Bild und werden in sämtliche Planungen das Netz miteinbeziehen. Da dem großen Staats-TV-Sender in Berlin ja derzeit immer mehr Konsumenten weglaufen und das Haus sich nicht erklären kann woran das liegt, werden wir versuchen diese Lücke zu schließen.
Wir waren und bleiben nicht embedded und werden beweisen, dass gerade die junge Zielgruppe sehr wohl die Mischung zwischen Unterhaltung und politischem Inhalten dahingehend schätzt , wenn eine Sendung sich immer wieder aufs neue positioniert. Man muss nur wissen bis wo man zu weit gehen kann.

Herrn Jebsen, wir danken Ihnen für das Gespräch!


Das Interview führte Ali S. Rad
©iranicum.com
Foto: Radio Fritz
Creative Commons Lizenzvertrag

Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons BY-ND-3.0 (Deutschland) Lizenz


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2 Kommentare zu Ken Jebsen: “Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler”

fariborsm

Ken Jebsen: “Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler”
Oder: Grass muss der Ziege münden.
Des Weiteren:der Iran in absehbarer Zeit nicht prowestlich arbeiten wird
Bereits 1978/79 habenn wir – der Westen – festgestellt, wenn eine pro westlich arbeitende Regierung in Iran an die Macht kommen soll, so müssten mindestens 10 Millionen Iraner umgebracht werden. Das Ergebnis wäre: In Iran wird nichts mehr geben, was uns Nützen bringen konnte. So liess man es sein. Seither bezeichnen wir Iran als westenfeindlich. Niemand ist je daruf gekommen, klar auszusprechen, dass jede pro und kontra auf Gegenseitigkeit beruht.
Aus der Darstellung entnehme ich vieles, befürchte, dass der Interviewte wird um seinen Job bangen müssen. Nicht etwa wegen seinen Ansichten. Nein. Niemals, bei uns herrscht doch die Meinungsfeiheit. Allein sein fachlicher Inkompetenz wird der Grund sein. wir haben Erfahrung in derlei taktischen Anwendungen. Möge man in unserer Geschichte zurückblättern. Man wird sehen, dass Ärzte, RAe, Richter, Soziologen, Pädagogen und viele andere, sie alle wurden auf Grund fachlicher Inkompetenz aus dem Alltag eliminiert. Die Methode ist demokratisch.

fariborsm

Was sind ”journalistisch korrekte Formulierungen”?
Man möge die Berichterstattung über die Schliessung der Straße von Hormuz mal so durchblätten. Überall wird von Drohung und Gefahr, welche uns Iran auzusetzen will und Aggression seitens Mullahs berichtet. Kaum, resp. selten wird, und wenn höchstens im Kleingedruckten, dem leser verraten, dass Iran eine WEEN/DANN Option prophezeit hat. wnn Embargo, dann Straßensperrung. besonders gen wird verschwiegen, dass Iran, gegebenenfalls, gemäß eigenen Angaben,die Sperrung durch eine Art Firewall und nicht etwa mechanisch bewerkstelligen will. Dabei geht die unseelige Ansinnen von wegen Ölembargo von 1% von uns westlern aus. Vieleicht sogar weniger als 1%. Die Folgen werden die restliche 99% Ausbaden müssen.
Ich räume ein, ich habe mich nicht journalistisch korrekt formuliert.



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